Das Neuköllner Rathaus ist Verwaltungszentrale, Wahlort und Bürger*innenhaus in einem. Ein Überblick, wie man sich einbringen kann – und was daraus werden kann.
von Rüdiger Loeffelmeier

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Das Rathaus Neukölln mit seinem beeindruckenden 68 Meter hohen Turm wurde 1914 eingeweiht. Wer es betritt, kommt sich schnell ein wenig verloren vor. Dabei gehört es uns allen: Als Bürger*innen tragen wir durch unsere Beteiligung an den Wahlen maßgeblich dazu bei, dass das Rathaus als Verwaltungszentrale des Bezirks überhaupt funktioniert.
Wir wählen alle fünf Jahre die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die ihrerseits dann die Bezirksbürgermeisterin bzw. den Bezirksbürgermeister und die Stadträte wählt. Ohne diese beiden Instanzen wäre es nicht möglich, die vielen Dinge des öffentlichen Lebens in Neukölln zu regeln.
Doch ein Blick auf die Webseite verrät, dass es auch jenseits der Wahlen Wege gibt, sich einzubringen:
Einwohnerfragestunde
Als Bürger*in kannst du der BVV Fragen stellen.
Zum Beispiel: Warum gibt es an der Sonnenallee hin zur Theodor-Storm-Schule immer noch keine Ampel?
Ideen, Kritik, Wünsche:
Wer ein konkretes Problem oder einen Vorschlag hat, kann sich direkt an das zuständige Amt wenden. Zum Beispiel: Eine kaputte Schaukel meldet man ans Grünflächenamt und bekommt eine Rückmeldung.
Einwohner*innen-Antrag
Drei Anwohner*innen können sich zusammentun und mit der Unterstützung von 1.000 Neuköllner*innen einen Antrag in die BVV einbringen.
Zum Beispiel: Die Initiative Donaukiezblock hat über 1.000 Unterschriften für eine Verkehrsberuhigung gesammelt. Im Juni wird darüber in der BVV abgestimmt.
BVV-Sitzungen
Die Sitzungen kannst du vor Ort oder per Livestream verfolgen und so nachvollziehen, wie Entscheidungen im Bezirk getroffen werden.
Zum Beispiel: Wer hat für die Umsetzung des Donaukiezblocks gestimmt und wer dagegen?
„Raum für Beteiligung“ (Jonasstraße 26)
Hier können alle Bürger*innen mitplanen und bei laufenden Projekten mitreden.
Zum Beispiel: Entscheide mit über die Umgestaltung der Weichselstraße oder des Sportplatzes am Maybachufer!
Die Homepage des Bezirksamts versammelt viele Informationen über die Arbeit des Rathauses und seiner Abteilungen. Eigentlich selbstverständlich und immerhin in sieben Sprachen. Einen inklusiven Anfang gibt es auch: Ein Teil der Informationen ist in Gebärdensprache und in Leichter Sprache verfügbar. Aber auch hier gibt es noch Nachholbedarf.
Hier geht es zur Homepage des Bezirksamts.
Dieser Beitrag ist erstmals am 18.06.2026 in der Donauwelle 13/2026 erschienen. Die Kiezzeitung Donauwelle wurde im Rahmen des Projektes „Wir sind der Donaukiez“ erstellt. Dieses Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten.
