Donauwelle 13, Kiezredaktion der Donauwelle
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Stimmen aus dem Donaukiez

Bei der Kiezgarteneröffnung haben wir Nachbar*innen gefragt, welche Entscheidungen sie täglich treffen – und wo sie sich mehr Mitsprache wünschen.

gesammelt von Yael Parish und Stefanie Battisti

Heute habe ich schon entschieden, wo ich die Pause verbringen kann. Das fällt mir leicht.

Meine Familie entscheidet, wie viel Bildschirmzeit ich kriege oder wann wir Abendessen machen wollen.

Was ich nicht gerne entscheide: wo wir im Sommer hinfahren. Sonst würde ich vielleicht einen Ort nehmen, den ich dann am Ende nicht mag. 

Amina, Elif und Elisa (6. Klasse)

Ich wohne im Donaukiez, weil bei langjährigen Freunden ein WG-Zimmer frei wurde. Das war schon meine Wahl!
Mitentscheiden würde ich gerne in der Verkehrspolitik: den Ring autofrei machen, zum Beispiel! Gerne werden mir Entscheidungen abgenommen, die nicht so wichtig sind: z.B. was gekocht wird!

Johannes

Ich habe mich entschieden, schwanger zu werden, aber was für ein Mensch mein Kind wird, das entscheidet es selbst.
Johanna

I’d like to have more to say in local politics, especially when it comes to waste in the Kiez.
Stash

In Deutschland habe ich als allererstes entschieden, einen Deutschkurs zu besuchen. Ich bin seit 25 Jahren hier. Ich ich darf wählen, aber die Sprache ist immer noch eine wichtige Barriere beim Mitentscheiden. 

Cimen

Ich konnte heute schon entscheiden, welches Wasser ich bekomme: mit oder ohne Zitrone! Ich habe mich für Zitrone entschieden. Zu Hause darf ich z.B. Filme auswählen.
Kai, 7 Jahre

Mitentscheiden würde ich gerne mehr, wie ich leben soll: die Balance zwischen dem Wirtschaftlichen und meinen eigenen Entscheidungen und Bedürfnisse. Wenn ich zu viel Belastung habe, wäre es manchmal schön, wenn jemand Kleinigkeiten für mich entscheidet. 
Maryam

Mitentscheiden würde ich gerne bei der Größe meiner Wohnung. Beim Einkaufen oder bei der Wahl des Urlaubsziels bin ich froh, wenn man mir die Entscheidung abnimmt. 
Jaime

Artık kendimi ilk sıraya koyuyorum, buna karar verdim. Her yerde söz sahibi olmak isterim! Ama dil engeli bazen kendimi ifade etmemi zorlaştırıyor. Anlaşılmıyorum hatta bazen anlaşılmak istenmiyorum. Baştan savıldığım çok oldu.
Ich stelle mich jetzt an die erste Stelle, das habe ich beschlossen. Ich möchte überall mitreden! Aber die Sprachbarriere macht es mir manchmal schwer, mich auszudrücken. Man versteht mich nicht, und manchmal will man mich gar nicht verstehen. Ich wurde schon oft abgewimmelt.
Canan

Gerne würde ich mehr mitentscheiden, was städtische Belange angeht. Beim Wohnen zum Beispiel: Die Mieten werden wahnsinnig teuer: Man hat kaum noch die Wahl, hier oder woanders zu leben.
Johannes


Dieser Beitrag ist erstmals am 18.06.2026 in der Donauwelle 13/2026 erschienen. Die Kiezzeitung Donauwelle wurde im Rahmen des Projektes „Wir sind der Donaukiez“ erstellt. Dieses Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten.

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