Im Rahmen unseres Projekts bieten wir ab Oktober 2026 eine kostenlose Weiterbildung für Multiplikatorinnen in der künstlerischen und politischen Bildungsarbeit an. Bewerbt euch jetzt!

Im Mittelpunkt der Multiplikatorinnen-Weiterbildung frauen. grafik. umwelt. stehen Druckkunst, Gemeinschaft und Klimagerechtigkeit. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie Macht unsere Beziehungen zu Natur, Leben und Räumen prägt und was ein nicht-koloniales und emanzipatorisches Verständnis von Klimagerechtigkeit für unsere politische und künstlerische Praxis bedeuten kann.
Die Weiterbildung verbindet politische Bildung, pädagogische Methoden für die Gemeinwesenarbeit und die Vertiefung grafischer Prozesse. Dabei arbeiten wir mit biografischen Erfahrungen, künstlerischen und poetischen Formen des Widerstands sowie mit machtkritischen, diversitätssensiblen und antidiskriminierenden Methoden. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Klimagerechtigkeit und mit Perspektiven indigener Feminismen, insbesondere dem Ansatz Körper-Territorium.
Die Teilnehmerinnen erweitern ihre künstlerischen und pädagogischen Fähigkeiten, reflektieren ihre eigene Position und entwickeln eigene Ideen für politische und künstlerische Bildungsangebote. In der Praxisphase erproben sie diese Ansätze mit anderen Frauengruppen und entwickeln eigene Workshops, künstlerische Aktivitäten, Lesungen, Performances oder andere Formate. Diese werden unter anderem beim abschließenden Mini-Festival im März 2027 präsentiert und gemeinsam mit anderen Menschen erprobt.
Die drei Achsen der Weiterbildung
- Politische Bildung
- Pädagogische Methoden für die Gemeinwesenarbeit
- Vertiefung verschiedener grafischer Prozesse
Diese drei Achsen werden miteinander verbunden und führen anschließend in eine praktische Phase. Die Teilnehmerinnen beschäftigen sich unter anderem mit kolonialen, patriarchalen und kapitalistischen Machtverhältnissen, verschiedenen Formen von Diskriminierung und feministischen Perspektiven auf Territorium und Klimagerechtigkeit. Gleichzeitig lernen sie Methoden für die Arbeit mit heterogenen Gruppen kennen und setzen sich mit Paulo Freire, bell hooks sowie mit der langjährigen Praxis von Frauen machen Druck auseinander.
Im künstlerischen Bereich erweitern wir das Verständnis von Zeichnung und Grafik und arbeiten praktisch mit verschiedenen Druckverfahren, darunter Linolschnitt, Holzschnitt, Siebdruck und Stahlstich. Auch die Materialität grafischer Produktion spielt eine wichtige Rolle: Wir beschäftigen uns mit organischen und natürlichen Materialien und suchen nach Möglichkeiten, Wasser- und gesundheitsbewusster zu drucken.
Die Weiterbildung umfasst 20 Plätze, findet von Oktober 2026 bis Februar 2027 statt und wird durch ein Mini-Festival im März 2027 abgeschlossen. Insgesamt umfasst die Weiterbildung 100 Stunden plus Praxis. Veranstaltungsorte sind die Spore Initiative und die Kiez-Etage in der Karlsgartenstr. 6 in Neukölln.
Eine detailliertere Beschreibung der Module und des Zeitplans findest du hier.

Für wen?
Die kostenlose Weiterbildung richtet sich an Frauen mit Migration und Flucht -Erfahrung ab 18 Jahren, die sich künstlerisch und machtkritisch mit gesellschaftlichen und ökologischen Fragen auseinandersetzen und mit Communities arbeiten möchten.
Die Teilnehmerinnen werden dazu ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten einzubringen und gemeinsam mit anderen neue künstlerische und politische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Ziel ist es, sie darin zu stärken, eigene Bildungs- und Workshopformate zu gestalten und als Multiplikatorinnen Wissen, Erfahrungen und künstlerische Praxis in ihre Communities weiterzugeben.
Teilnehmerinnen, die an mindestens 80 % der Treffen teilnehmen und sich aktiv an der Gestaltung der Weiterbildung beteiligen, erhalten ein Zertifikat.

Mit wem?

Die Fortbildung wird von der bildenden Künstlerin und Referentin für politische Bildung Yili Rojas geleitet und sieht den Besuch anderer machtkritischer Künstlerinnen vor. Rojas ist die Gründerin der offenen Werkstatt Frauen machen Druck und koordiniert die Projekte Matriz und Mujeres gráficas (“Grafische Frauen”) in Brasilien.
Die Produktion und Verwaltung übernimmt Melina Castillo.
Bewerbung
Du hast Lust, dich künstlerisch und politisch auszuprobieren, neue Techniken kennenzulernen, dich mit anderen Frauen auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln?
Lass uns wissen, warum du gerne bei frauen. grafik. umwelt. dabei sein möchtest – und zwar ganz so, wie es für dich passt. Du kannst uns eine E-Mail schreiben, ein Foto schicken, ein Video aufnehmen oder etwas ganz anderes gestalten.
Schick deine Bewerbung einfach an: melina@schillerwerkstatt.de
Wir freuen uns auf deine Bewerbung!


Das Projekt wird von Schillerwerkstatt e.V. organisiert und wird durch die Postcode Lotterie gefördert.


