Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kiezzeitung

Meilensteine des Wahlrechts im Kiez

Wer wählen und gewählt werden durfte, war im Laufe der Zeit immer unterschiedlich. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die Entwicklung des Wahlrechts für den Donaukiez. Eric Friedewald Click here for the English Version. 1908 – Alte, weiße Männer mit viel Geld regieren Rixdorf Bei Politikern aus der Kaiserzeit denken wohl viele Menschen an alte Männer mit Schnäuzer, Zigarre, Frack und Zylinder. Dieses Bild kommt nicht von ungefähr. Die Stadtverordnetenversammlung (heute BVV) von Rixdorf (später Neukölln) durfte nur von steuerpflichtigen Männern ab 25 Jahren gewählt werden. Frauen, junge Menschen, arme Menschen und Soldaten waren vom Wahlrecht ausgeschlossen. Somit waren nur ca. 15% der Neuköllner*innen wahlberechtigt. Und damit nicht genug: Die verbliebenen Wahlberechtigten wurden nach ihrem Steueraufkommen in drei Klassen eingeteilt. Wenige Reiche in den ersten beiden Klassen stellten nur 20 % der Wahlberechtigten. 80% der Wahlberechtigten gehörten der dritten Klasse an. Jede Klasse wählte jedoch ein Drittel der Stadtverordneten, was die Wohlhabenden stark begünstigte und die SPD als Arbeiterpartei von der Macht fernhielt. 1918/20: Eine Revolution des Wahlrechts In der Weimarer Republik wurde …

“Wenn das Leben anklopft…”

Kleine Wahlen, große Fügungen: Unser Kiezgedächtnis weiß, wie man dem Tag und dem Leben die Tür öffnet.  Von Reni und Hans Babkuhl Der Mensch ist jeden Tag gezwungen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit der Tag nicht mies verläuft. Die Wahl fängt morgens an: Rührei, Spiegelei — oder doch die bemalten Eier? Ich wähle letztere und schiebe sie mir in den Mund. So starte ich mit meiner ersten farbenfrohen Wahl in den Tag. Alles andere ergibt sich schon. — Reni, 87 Jahre Es gibt auch Wahlen, die ein ganzes Leben verändern. Ich wollte immer Tischler werden, fand aber keine Lehrstelle. Also erlernte ich das Bäckerhandwerk — und traf damit die beste Wahl meines Lebens. Denn dabei lernte ich meine Reni kennen und entschied mich fürs Glück. Im August 1960 haben wir geheiratet. Jetzt sind wir fast 66 Jahre verheiratet und freuen uns immer noch über diese Entscheidung. Die zweitbeste Wahl war, 1960 bei der BVG anzufangen: zuerst als Straßenbahnschaffner, dann Busschaffner, später Busfahrer. 1994 fragte die BVG, ob ich mit 58 Jahren in den Vorruhestand …

Zusammenhalt!

Die erste Redaktionssitzung zu dieser Ausgabe fand kurz nach den Bundestagswahlen statt. Schnell fanden wir gemeinsame Anliegen: Krisen und Kriege, lokale und globale Katastrophen nehmen uns alle ganz schön mit. Wir fragten uns: Was kann uns stärken, wie behalten wir unsere Kraft? Die Antwort war bei uns allen die gleiche: Unsere Superpowers sind Solidarität und Gemeinschaft. In diesem Heft findet ihr aktuelle und historische Beispiele dafür, wie wir gemeinsam etwas bewegen können – auch dann, wenn die Meinungen so weit auseinandergehen wie beim Dauerbrenner Müll. „Do it yourself“ war gestern – jetzt heißt es: Do it together! Our first editorial meeting for this issue took place shortly after the elections. It didn’t take long for us to find common ground: crises and wars, local and global catastrophes – all of it is weighing heavily on us. We asked ourselves: what gives us strength? How do we keep going? For all of us, the answer was the same: our superpowers are solidarity and community. In this issue, you’ll find both current and historical examples of how …

Wie geht’s dir, Donaustraße?

Am 14. Dezember erscheint die neue Winter-Ausgabe der Kiezzeitung Donauwelle, in der wir uns dem Thema Mobilität im Kiez und der Gesundheit unserer Donaustraße angenommen haben. Kommt zu unserem Launch am 15. Dezember, und holt Euch Euer kostenloses Exemplar! Das Editorial zur neuen Ausgabe Du siehst ziemlich fertig aus, Donaustraße! So viel los hier, und in den letzten Wochen warst du ständig in den Nachrichten. In dieser Ausgabe geht es nicht um den Nahostkonflikt, auch wenn er in der Donaustraße seine Spuren hinterlassen hat. Stattdessen schreiben wir über Ideen, wie wir trotz all dem besser miteinander leben können. Was können wir tun, damit es dem Kiez – und uns allen im Kiez – besser geht? Dazu haben wir untersucht: Wer nutzt die Straße überhaupt? Wir haben Kinder und Erwachsene gefragt, was sie hier gern ändern würden. Bezirksstadtrat Jochen Biedermann hat uns von seinen Ideen für den Kiez berichtet. Und unser Kiezgedächtnis erinnert sich, wie es der Straße früher ging. Viel Spaß beim Lesen! Ein Kommentar zum Nahost-Konflikt gibt es von unserem Redaktionsmitglied Irit noch hier …