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“Eine Wahl hat man grundsätzlich nie” 

Die Union für Obdachlosenrechte kämpft dafür, dass Betroffene mitreden dürfen. Und zwischen Wohnheim und Straße mehr als eine Wahl haben. Von Amina Hartmann Burada türkçesini bulabilirsin. Können obdachlose Menschen ihren Alltag selbst bestimmen? „Eine Wahl hat man grundsätzlich nie“, sagt Uwe. Er ist Mitglied der UfO, der Union für Obdachlosenrechte. Die unabhängige Interessenvertretung ist seit April 2023 in Berlin aktiv. Sie nimmt neben der „Wohnungslosenstiftung“ eine Vorreiterrolle in der Selbstvertretung ein. Das heißt, Betroffene können sich selbst für ihre Rechte einsetzen und eigene Erfahrungen sichtbar machen. Uwes eigene Geschichte zeigt, wie schnell es gehen kann. Er lebte in einer Wohngemeinschaft, deren Hauptmieter aus persönlichen Gründen die Mietzahlungen eingestellt hat. Dann kam die Zwangsräumung. Und plötzlich stand er auf der Straße.  Es bleiben zwei Optionen: Den erstbesten Wohnheimplatz annehmen, den das Amt einem anbietet. Oder in der sogenannten „freiwilligen Obdachlosigkeit“ auf der Straße leben. „Die Wohnheime sind meist in schlechtem Zustand. 80 Prozent werden von privaten Trägern betrieben, der Mehrheit geht es nur ums Geld. Sie achten nicht auf gute Hygiene- und Sozialverhältnisse“, so Uwe.  Eine …